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Aufstand der Warschauer


150 000 bis 225 000 tote Zivilisten, rund 15 000 tote Widerstandskämpfer und eine zerstörte, menschenleere Hauptstadt, das ist die Bilanz des Warschauer Aufstands.

63 Tage lehnte sich die polnische Heimatarmee (Armia Krajowa, AK) gegen die deutsche Besatzung auf. Der Aufstand begann am 1. August 1944. Nach anfäng-lichen Erfolgen der AK schlugen die Deutschen brutal zurück. SS- und Polizei-Einheiten töteten wahllos Zivilisten.

Vergeblich hoffte die AK auf Unterstützung durch die sowjetischen Truppen, die bereits an dem anderen Weichselufer standen. Wie schon ein Jahr zuvor beim Aufstand im Warschauer Ghetto die Juden, kämpften die schlecht ausgerüsteten AK-Soldaten und Zivilisten erbittert gegen die deutsche Übermacht und mussten schließlich Anfang Oktober kapitulieren.

Noch während der Kämpfe und nach der Kapitulation deportierten die Deutschen 100 000 Zivilisten aus Warschau zur Zwangsarbeit und weitere 60 000 in Konzentrations-lager. 12 000 Frauen und Kinder wurden nach Ravensbrück verschleppt. Schließlich wurden alle übriggebliebenen Menschen aus der Stadt vertrieben, und deutsche Pioniereinheiten zerstörten Warschau planmäßig Haus um Haus.