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Wiedersehen mit Eberswalde
Drei Frauen aus Warschau

Besuch der Frauen im Exil


Von der Zeit vor der Verschleppung, dem Weg ins - und dem Leben im Lager bis zur Befreiung und Rückkehr nach Polen

Nach dem Krieg

Kranbau Eberswalde


Die DDR und der Umgang mit der Geschichte



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Über den Ort

 

Auf dem heutigen Gebiet der Stadt Eberswalde gab es zwei Außenlager des KZ Ravensbrück.
Das im Ortsteil Eisenspalterei, von dem heute noch zwei Baracken, ein Waschhaus und ein Abort erhalten sind, und ein weiteres bei den Finow Kupfer- und Messingwerken am Oder-Havel-Kanal, an das heute nichts mehr erinnert.

 

Der heutige Straßenname Am Bahnhof Eisenspalterei weist darauf hin, dass das Lager an der Strecke der Eberswalde-Finowfurter Eisenbahn lag.

Lagereingang und der Bahnhof Eisenspalterei lagen sich direkt gegenüber. Das Bahnhofsgebäude wurde 2002 abgerissen, nachdem schon jahrzehntelang keine Personenbeförderung mehr statt fand.

 

Cirka 800 Frauen vorwiegend aus Italien, der Sowjetunion und Polen und waren im Lager an der Eisenspalterei von September 1944 bis April 1945 inhaftiert.


Unmittelbar nach dem Krieg wurden das Lager für die Unterbringung von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den nun polnisch gewordenen Gebieten östlich der Oder genutzt.[1]

Später gehörten große Teile zu einem Versorgungslager für die sowjetische Armee, wofür die Gebäude im Laufe der Zeit baulich verändert wurden.

Die bis heute erhaltenen Baracken wurden von einem Betrieb übernommen, der Bekleidung für Armeeangehörige herstellte und zuletzt zum VEB Herrenbekleidung „Fortschritt“ gehörte.

Weitgehend im Originalzustand erhalten, wurden sie 1998 unter Denkmalschutz gestellt.

Seit der Jahrhundertwende bemüht sich der Jugend- und Kulturverein Exil e.V. um den baulichen Erhalt. Der Verein ist seit 2008 Eigentümer der Baracken.

 

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Das Versorgungslager der sowjetischen Armee im Jahr 1983.

Foto : Ralf Roletschek
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Auszenlager-ravensbrueck-eberswalde-1983-rr.jpg

 

 


  [1] Mario Wenzel  
Zur Aufnahme und Integration der Vertriebenen in Eberswalde 1945 – 1948
http://www.transodra-online.net/de/node/1414